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"natürlich gut Teller"- Saisontipp November
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Kochbuch: Der "natürlich gut Teller"
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Soja - die Wunderbohne

Bio-Soja aus Österreich: Eine pflanzliche Eiweißquelle mit hohem Gesundheitswert. Und das ohne Gentechnik!

Die Sojabohne hat ihren Ursprung in Ostasien. Als Leguminose kann sie Luftstickstoff mit Hilfe ihrer Knöllchenbakterien an den Wurzeln nutzen, und braucht so keinen zusätzlichen Dünger.

In ihren Heimatregionen kommt Soja in vielen Formen und Varietäten vor. Sie wird für unterschiedlichste Zwecke angebaut und verwendet. In der westlichen Welt wurde die Eiweiß- und Ölpflanze erst im 18. Jahrhundert bekannt und ihre Bedeutung als Weltwirtschaftspflanze erreichte Soja erst nach dem 2. Weltkrieg als Öllieferant für die Margarineherstellung. 

Gesundheitswert von Soja
Sojabohnen bestehen aus etwa 40 % Eiweiß, das durch das Verhältnis der enthaltenen Aminosäuren eine hohe biologische Wertigkeit hat. Weiters ist der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wichtig. Soja enthält praktisch keine Stärke, die Kohlenhydrate werden sehr langsam verwertet. Sie müssen bei Diabetes nicht angerechnet werden. Soja ist glutenfrei, lactosefrei und cholesterinfrei und folglich bei Zöliakie, Milchallergien und hohen Blutfettwerten geeignet.
Der Konsum von Sojaprodukten wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, beugt Osteoporose vor, vermindert Wechselbeschwerden und kann das Risiko von Brust- und Prostatakrebs reduzieren. Bemerkenswert ist der hohe Mineralstoffgehalt, vor allem an Kalium, Magnesium, Eisen und Zink sowie allen essentiellen Mikronährstoffen. Soja ist eine gute Quelle für Vitamine, allen voran Vitamin E und den B-Vitaminen.

Soja als Viehfutter
Europa importiert derzeit Soja für die konventionelle Tierfütterung mit einem gentechnisch veränderten Soja-Anteil von rund 90 % vor allem aus den USA, aus Brasilien und Argentinien. Gut 600.000 Tonnen davon gelangen jährlich nach Österreich. Durch den Sojaanbau in tropischen Regionen wird häufig die Zerstörung des Tropenwaldes und Savannenlandes vorangetrieben, was unter anderem Artensterben und riesige CO2-Emissionen verursacht. 

Bio-Soja aus Österreich
Die Anbaufläche von Bio-Soja verdoppelte sich von 2009 auf 2010 auf 5.883 ha. Heute zählt Österreich neben Deutschland, Italien und Frankreich zu den führenden Bio-Sojaproduktionsstätten Europas. Heimischem Bio-Soja kommt auch im Futtermittelbereich eine immer größere Bedeutung zu und ist der zukunftsweisende Bio-Weg für gentechnikfreies, biologisches Futter aus möglichst regionaler Produktion. 

Gentechnikkennzeichnung
Die EU-Gentechnik-Kennzeichnung vom April 2004 verbirgt einen Teil der gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vor den VerbraucherInnen. Alles was „mit Hilfe von“ GVO hergestellt wurde, muss nicht gekennzeichnet werden: z.B. Riboflavin, Vitamin C, Vitamin B12, Glutamat, Süßstoff Aspartam, Diacetyl und tierische Produkte mit Hilfe von Gentech-Futtermitteln.
Kennzeichnungspflichtig sind alle Produkte, die direkt „aus“ GVO hergestellt werden, z.B. Lecithin, Aromen oder Vitamin E aus Gentech-Soja, modifizierte Stärke, Maltit und Sorbit aus Gentech-Mais oder Cellulose aus Gentech-Baumwolle. Derzeit sind - mit Ausnahme von Futtermitteln - keine kennzeichnungspflichtigen Produkte am österreichischen Markt erhältlich. 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Angelika.Leitner@bio-austria.at.

zuletzt gešndert am: 17.10.2011   drucken   zurück